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Gyrocopter - auch als Tragschrauber, Gyroplane oder Autogyro bezeichnet - sind als sehr wirtschaftliche und sichere Fluggeräte bekannt. Sie beziehen ihren Vortrieb durch eine Luftschraube (Propeller), die meist am Heck in sogenannter Pusher-Konfiguration angebracht ist. Der Auftrieb wird durch einen frei im Fahrtwind rotierenden Rotor erzeugt, der hierzu gegen die Flugrichtung leicht angestellt ist. Dieser ständige Autorotationszustand erlaubt einerseits einen auch bei widrigen Windbedingungen sehr stabilen Flugbetrieb, andererseits auch einen sehr sicheren und voll steuerbaren Gleitflug im Falle eines Motorausfalles. Die Landung wird von einem kontinuierlichen weiteren Anstellen des Rotors begleitet, so dass der Gyrocopter nach wenigen Metern Rollstrecke steht. Der Start benötigt etwas mehr Startrollstrecke; diese liegt je nach Modell, Abfluggewicht, Wind und Temperatur bei wenigen 10 Metern bis max. ca. 100 m.

In seinem Nutzungsprofil hinsichtlich beispielsweise professioneller Messeinsätze besetzt der Gyrocopter somit eine sehr interessante Nische zwischen dem sehr teuren Hubschrauber und der (im zivilen Bereich) kostengünstigen, aber insbesondere hinsichtlich Nutzlast sehr beschränkten Flugdrohne:

Im Gegensatz zu (den in obiger Grafik nicht berücksichtigten) Flugzeugen kann der Tragschrauber deutlich langsamer fliegen bis hin zu einem kontrollierten Absinken über einer Stelle und weist wesentlich kürzere Start- und Landerollstrecken auf.

Das von uns betriebene Modell ist ein Cavalon des Hildesheimer Unternehmens AutoGyro GmbH. Es ist ein Zweisitzer in Nebeneinander-Anordnung (im Gegensatz zur ebenfalls verbreiteten Tandem-Anordnung), wobei je nach Einsatzszenario der zweite Sitz beispielsweise auch durch umfangreicheres Mess-Equipment ersetzt werden kann. Wesentliche Daten sind:

Länge x Breite x Höhe:   4,7 m x 1,8 m x 2,8 m
Rotordurchmesser:  8,4 m
Einsatzgeschwindigkeit:  40...160 km/h
Leermasse:   ca. 250 kg
Max. Abflugmasse (inkl. Besatzung, Treibstoff, Nutzlast): 450 kg, Zulassung für 500 kg läuft Hersteller-seitig
Triebwerk: 4-Zylinder Kolbentriebwerk mit Turbolader und Luftfahrt-Motor-typischem doppeltem Zündsystem, 115 PS
Treibstoffverbrauch: ca. 15...20 l bleifreier Flugtreibstoff pro Flugstunde
Kennung: D-MESX

Nachfolgend sehen Sie ein Bild unseres Forschungs-Gyrocopters D-MESX, wie er am Tag der offenen Tür unserer Universität, dem 28. Juni 2014, der Öffentlichkeit präsentiert wurde:

© Prof. Dr.-Ing. Jörg Böttcher, Universität der Bundeswehr München und An-Institut ITIS